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Texte - Barbara Camilla Tucholski
Carmela Thiele - Barbara Camilla Tucholski

„Die Bleistiftzeichnungen von Barbara Camilla Tucholski sind an ihrer Handschrift und an ihrer Präsentation zu erkennen. Das beherrschte Stakkato der Stiftspuren entzündet sich an unspektakulären Motiven, einer Häuserflucht, einem Treppenhaus oder einer Pusteblume, die in der Zeichnung eine vibrierende Existenz annehmen. Die Künstlerin nimmt dabei ungewöhnliche Positionen ein, zeichnet auf dem Boden liegend oder wählt einen erhöhten Standpunkt. Ihr Prozess des Zeichnens ist verwurzelt in existentiellen Bezügen. Persönliche Geschichte verzahnt sich im Akt des Sehens mit einer symbolischen Ebene, deren Reflexion im Zeichnen stattfindet. In Reihen nebeneinander gehängt, wirken die vor dem Motiv entstandenen Zeichnungen wie ein unkonventionell geschnittener Film. Für die seit den 80er Jahren kontinuierlich in großen Zyklen zeichnende Künstlerin ist der »tranceartige Zustand« beim schnellen Arbeiten von zentraler Bedeutung. Ihre polyperspektivischen Innenräume oder die aus der Froschperspektive gezeichneten Straßen verwandeln den Bildgegenstand, transzendieren ihn.“

Carmela Thiele


 
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